Garten & Haushalt Laub auf Waldboden

Veröffentlicht am 8. Oktober 2018 | von Denis

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Lasst die Wühlmaus doch am Leben

Die Wühlmaus ist, wie ich vor ein paar Stunden erfahren habe, für viele Menschen ein größeres Problem. Ich bin zwar auf dem Land aufgewachsen, hatte die Wühlmaus aber nie richtig als Bedrohung für Pflanzen und Bäume auf dem Schirm.

Deshalb war ich auch baff, als ich per Zufall über eine Werbeanzeige für einen „Wühlmausvergaser“ gestolpert bin. Das ist ein Gerät, das Gas in den Wühlmausbau verströmen lassen kann, um die Wühlmauspopulation zu vernichten. Eine kurze Internetrecherche hat ergeben, dass es mit Gift, Fallen und sonstige Schredder recht viele kreative Wege gibt gegen die Wühlmaus in den Krieg zu ziehen.

„Ziemlich drastisch“, dachte ich mir.

Auch die große Anzahl „Stirb Wühlmaus, Stirb“-Artikel hatte mich zugegebenermaßen überrascht. Interessant fand ich den Grundtenor: „Tötet alle Wühlmäuse! Aber Finger weg von den Maulwürfen, die sind geschützt!“

Aber ja: Wer sehr viel Mühe in den eigenen Garten investiert, dem sind die kleinen Tiere sicher lästig. Sie vermehren sich schnell, zerstören den Rasen und knabbern unter anderem Wurzeln an. Ich konnte in unserem Garten bisher keine nennenswerten Schäden beobachten, die Pflanzen und das Gemüse waren intakt. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Garten eher immer naturbelassen war und die Mäuse nicht zwangläufig an die Wurzeln mussten.

Mein nächster Gedanke war, dass es doch eine „natürlicheren“ Weg geben muss, um die Nager in Schach zu halten. Eine weitere Recherche er gab folgende Punkte:

Katze anschaffen

Katzen sind gute Jäger und sie jagen unter anderem Mäuse. Katzen bedeuten Aufwand, da Kosten für Futter, Pflege, Tierarzt und Katzenstreu anfallen. Aber das ist bei anderen Maßnahmen auch der Fall, außerdem sind Katzen angenehme Zeitgenossen. Am besten geht man direkt ins Tierheim, dann wird auch einer armen Katze geholfen.

Fressfeinde reinlassen

Wer keine Katzen mag, kann es mit den natürlichen Fressfeinden versuchen. Wer in ländlichen Gegenden wohnt, sollte damit kein Problem haben. Marder und Wiesel ziehen ganz gerne in Wohngegenden ein und Mäuse stehen auf ihrem Speiseplan. Wer seinen Garten aber mit Mauern einbetoniert hat, kann sich nur bedingt auf die Fressfeinde verlassen. Maulwürfe und Mäuse sind aber auch nicht unbedingt beste Freunde, denn Maulwürfe machen Mäusenester kaputt. Wenn der Garten groß genug ist, dann helfen ab und zu auch Greifvögel aus.

Pflanzen schützen

Wem es in erster Linie um die Pflanzen geht, dem seien „Drahtbehälter“ empfohlen. Auf verschiedenen Seiten werden Konstruktionsanleitungen angeboten. Der Draht sollte engmaschig sein und wird beim Einpflanzen eingesetzt, sodass die Mäuse nicht durch können. Wer dazu keine Lust aufs Basteln hat, kann sie auch Kaufen. Eine sehr gute Alternative um zuverlässig wichtige Wurzeln zu schützen. Hier gibt es ein Video zum Nachmachen (sehr Unterhaltsam übrigens, mit lehrreichen Infos über die Gartenbewohner):

Fiese Gerüche verbreiten

Hier und hier empfehlen Gärtner, Pflanzen oder Gegenstände mit strengem Geruch ins Beet zu geben. Das können Menschen- oder Tierhaare sein oder irgendwelche Gegenstände. Ein häufig genannter Tipp ist Knoblauch als Geruchsbelästigung, wie auch Bokharaklee und Sonnenblumen. Außerdem wird auch sauer gewordene Buttermilch empfohlen.

Fazit

Es gibt also einige Wege Wühlmäusen, sofern sie ein Problem sind, Einhalt zu gebieten. Mord und Totschlag können wir der Natur überlassen, damit man nicht nicht selbst in den Krieg gegen den eigenen Garten ziehen muss.


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Denis



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