Recycling

Veröffentlicht am 1. Oktober 2018 | von Talie

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Nudelwasser – 5 Optionen zum Weiterverwenden

Vieles was wir so wegschmeißen, kann man eigentlich noch gebrauchen. So kann man auch nach dem Kochen der Nudeln das Nudelwasser gut für verschiedenste Zwecke weiterverwenden.

Nudelwasser – Was ist drin?

Beim Nudeln kochen benötigt man eine Menge Wasser und ein wenig Salz. Soweit so gut. Durch das Kochen nehmen die Nudeln einen Teil des Wassers und des Salzes auf. Dafür verlieren die Nudeln Stärke, aber es kochen sich auch weitere Bestandteile aus. Ein kleiner Teil Mineralien und Vitamine kocht sich ebenfalls aus dem Hartweizen aus. Im Endeffekt von allem was auch in der Nudel steckt ein bisschen.

Je nachdem wie viel Wasser man zum Kochen der Nudeln nimmt scheint die Flüssigkeit konzentrierter bzw. wird nach dem abkühlen „fester“.  Ein bisschen wie bei Ketchup. Und diese Flüssigkeit kann eben gut für verschiedenes genutzt werden, außer es in den Abfluss zu gießen.

Wozu man Nudelwasser verwenden kann

Die Inhaltsstoffe sind weiterhin für uns verwendbar. Ob man es weiter zum Kochen verwenden möchte, oder aber für andere Zwecke. Ganz nach Belieben und Gewohnheiten. Das Nudelwasser sollte im besten Fall allerdings zeitnah verwendet werden und nicht lange Lagern. Nach dem Abfüllen sollte es innerhalb einer Woche benutzt werden. Nutzt man sterilisierte Gläser und füllt es heiß ab, sodass sich beim Abkühlen ein Vakuum bildet erhöht sich die Haltbarkeit.

Für Soßen

Wenn man Soßen kocht müssen diese häufig noch angedickt werden. Dazu werden gerne Mehlschwitzen, Soßenbinder oder einfach in kalten Wasser Speisestärke gelöst und dann mit aufgekocht. Nudelwasser ist ebenfalls Stärkehaltig und eignet sich eben auch zum andicken der Soßen. Dazu werden ein paar Esslöffel direkt in Soße gegeben und mit aufgekocht. Je stärkehaltiger das Nudelwasser ist desto dicker werden auch die Soßen

Für die Haare

Auch den Haaren kommen zusätzlichen Mineralien zu Gute. Eine Haarkur einmal pro Woche mit abgekühlten Nudelwasser bekommt ihnen sehr gut. Das Wasser wird dazu sanft ins Haar massiert und ca. 10 Minuten einwirken gelassen. Anschließend werden die Haare gut ausgespült.

Zum Duschen

Ok, einige Bereiche am Körper sollten mit Seife gewaschen werden. Was Arme, Beine und Torso betrifft darf es zwischendurch aber auch ein milderes Reinigungsmittel sein. Auch hier kann man das Nudelwasser verwenden. Gemischt mit Honig ergibt es ein leichtes Mittel, das nicht den Säureschutzmantel demontiert und der Haut guttut. Da es nicht schäumt ist es aber erstmal gewöhnungsbedürftig.

Für die richtige Duftnote des selbstgemachten Duschgels kann man noch einen Tropfen ätherisches Öl verwendet werden. Dabei ist darauf zu achten das es 100%iges Öl ist. Außerdem sollte vorher unbedingt getestet werden ob das Öl mit der eigenen Haut verträglich ist. Dazu testet man es erst an einer kleinen Stelle. Die Palette der Öle ist schier unendlich. So kann man beispielsweise das Öl aus Lavendel, Zitrusfrüchten und vielem mehr verwenden. Wie schon gesagt – jedes Öl sollte vorher auf einer kleinen Hautstelle getestet werden.

Als Fußbad

So ein Fußbad kann ganz schön entspannend sein. Besonders in warmen Jahreszeiten ist es sehr erfrischend. Ist es mit Nudelwasser aufgesetzt bringt es auch gleich Pflege für die Füße mit. Die zusätzlichen Mineralien tun den Füßen gut.

Zum Spülen

Und auch wenn man sich nicht mit dem Wasser übergießen oder einweichen möchte und auch keine Soßen kocht. Das noch heiße Wasser findet trotzdem noch eine Anwendung. Wer mit der Hand spült, egal ob generell oder nur ein paar Teile, kann das mit dem Nudelwasser machen. Erstens bringt es die benötigte Wärme und desweitern helfen die gelösten Salze schon beim Reinigen. Der Spülmittel- und Heißwassereinsatz kann so gut reduziert werden.

Wie man am besten das Nudelwasser auffängt und aufbewahrt

Je nachdem wofür man es einsetzen möchte bieten sich hier unterschiedliche Herangehensweisen an.

Für die Soßen bieten sich kleinere Gläser an. Die Gläser sollten gut gereinigt sein und zuvor nochmal heiß ausgespült werden. Am besten mit einem kleinen Teil des heißen Nudelwassers, da man sonst ja wieder Energie verbraucht. Anschließen füllt man das heiße Wasser vorsichtig ein und verschließt die Gläser fest. Optimal sind Gläser die vakuumdicht Verschließen. Kühlt das Wasser ab und bildet ein Vakuum steigert das die Haltbarkeit. Alte Marmeladengläser, Mais- oder Bohnengläser eignen sich ganz gut. Schwierig wird es allerdings bei Gläsern die vorher Essig enthalten haben. Auch gründlich gereinigte Gläser riechen häufig noch nach Essig und können den Geschmack an den neuen Inhalt abgeben.

Auch für Haare oder Duschgel eignen sich kleine Gläser fest verschließbare Gläser gut. So kann man bei Bedarf und wie man Zeit hat eine neue Charge Duschgel mischen.

Für das Fußbad kann man das Wasser gut gleich in einer Schüssel auffangen, abkühlen lassen um dann später am Tag einsetzen.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wenn man es zum Spülen verwenden möchte, es in die Spüle gießt und vorher den Stöpsel verwendet. 🙂

Vorsicht ist aber beim Abfüllen bzw. Auffangen geboten. Man hantiert mit heißer Flüssigkeit und heißen Gläsern. Nicht das ersteres beim Nudeln abschütten nicht normal wäre….

Fazit zum weiteren Verwenden von Nudelwasser

Es ist ein kleiner Baustein und man kann, je nachdem wie viel Nudeln man so isst, auch nicht jedes Mal das Wasser auffangen. Aber Kleinvieh macht auch Mist. Und um ein paar Ressourcen zu schützen bzw. ein bisschen Energie zu sparen hat es trotzdem seinen Mehrwert.


Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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