Rezepte Hagebutten einer Hundsrose

Veröffentlicht am 22. Oktober 2018 | von Talie

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Hagebutten-Apfel-Konfitüre

Hagebutten besitzen einen sehr typischen Geschmack. Viele kennen diesen in Form von Tee. Aber sie lassen sich auch gut in anderen Formen genießen, zum Beispiel als Hagebutten-Apfel-Konfitüre. In diesem Rezept kombinieren wir die Hagebutten mit Äpfeln. Der milde, säuerliche Geschmack von Äpfeln harmoniert sehr gut mit dem typischen, leicht herben Geschmack von Hagebutten.

Das verarbeiten von selbst gesammelten Hagebutten ist etwas aufwendiger. Eine kurze Anleitung ist hier im Sammelartikel zu finden.

Zutaten für die Hagebutten-Apfel-Konfitüre

  • 500 g Äpfel (geschält, entkernt und in Stücke geschnitten)
  • 400 ml Apfelsaft
  • 300 g entkernte und enthaarte Hagebutten (entspricht ungefähr 550 g ganzen Hagebutten)
  • Zitronensaft von einer Zitrone
  • 500 g Gelierzucker (2:1)

Zubehör

  • Säurefester Topf (Edelstahl)
  • Passiersieb mit feinen Einsatz
  • 4 x 500 ml Einmachgläser (am besten sterilisiert)

Zubereitung

  1. Den Blütenansatz der Hagebutten entfernen. Hagebutten längs aufschneiden und Kerne und Härchen gründlich entfernen. Die Hagebutten gegebenenfalls zusätzlich mit Wasser abspülen. Die Haare können Juckreiz auslösen. Handschuhe schützen einen davor.
  2. Als nächstes werden der Apfelsaft und die Hagebutten in den Topf gegeben und zum Kochen gebracht.
  3. Die Hagebutten für ca. 15 – 20 Minuten bei mittlerer Hitze weichkochen und immer wieder rühren, damit nichts anbrennt.
  4. Während die Hagebutten kochen die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in kleine Stücke schneiden.
  5. Die Zitrone auspressen und die Apfelstücke mit dem Saft der Zitrone beträufeln. Das verhindert unter anderem das die Stücke schnell braun werden.
  6. Die nun weich gekochten Hagebutten aus dem Topf durch ein Passiersieb mit möglichst feinem Einsatz geben, um die Schalen der Hagebutte zu entfernen. Das Hagebuttenmus dann wieder zurück in den Topf geben.
  7. Die Apfelstücke zu dem Mus in den Topf geben und den Topfinhalt erneut Kochen bringen und bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dabei gut umrühren, damit nichts anbrennt. Eventuell muss an dieser Stelle noch etwas Saft zugefügt werden, wenn das Mus zu fest ist und die Gefahr besteht das es sonst anbrennt.
  8. Beim Aufkochen schäumt die Apfel-Hagebutten-Mischung meistens. Den entstehenden Schaum mit einem großen Löffel abschäumen.
  9. Dann für ca. 5 – 10 Minuten kochen lassen, bis die Apfelstücke weich sind und dabei ständig umrühren. Wenn die Konfitüre eher Stückig bleiben soll, sollten die Äpfel eher 5 wie 10 Minuten kochen. Für ein Mus kocht man sie 10 Minuten und stampft/püriert mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz.
  10. Nun den Gelierzucker in den Topf gegeben und so lange rühren bis sich der Zucker komplett gelöst hat. Falls nötig nochmal abschäumen.
  11. Danach den Inhalt sprudelnd kochen und dabei ständig umrühren. Die Konfitüre so lange wie die Zeitangabe auf dem Gelierzucker angegeben ist kochen. In der Regel 4 – 6 Minuten.
  12. Nach Erreichen der vorgegebenen Kochzeit, eine Gelierprobe durchführen. Dabei wird mit einen kleinen Löffel Konfitüre aus dem Topf genommen und auf einen Porzellanteller gegeben. Man überprüft ob die Konfitüre fest wird oder zerläuft. Sollte sie trotz dem Abkühlen auf dem Teller immer noch zerlaufen, muss der Topfinhalt noch ein wenig weiter gekocht werden.
  13.  Die heiße Hagebutten-Apfel-Konfitüre in die, am besten noch warmen, sterilisierten Gläser füllen und fest verließen. Bei vorgewärmten Gläsern ist die Gefahr, dass beim Einfüllen ein Glas zerspringt deutlich geringer.
  14. Die Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Nach ca. 2 Stunden können die Gläser wieder umgedreht werden.
  15. Die Gläser vollständig abkühlen lassen und überprüfen ob sie vakuumdicht verschlossen haben. Sollte sich kein Vakuum gebildet haben sind die Gläser nicht so lange haltbar und sollten direkt verzehrt werden. Gläser mit Vakuumverschluss können gut gelagert werden.

Die abgefüllte Menge entspricht ca. 1,5 kg Hagebutten-Apfel-Konfitüre. Wenn sauber gearbeitet wurde, die Gläser sterilisiert wurden und sich auch ein Vakuum beim Abkühlen gebildet hat, ist sie locker bis zu 1 Jahr haltbar.

Zusätzliche Hinweise

Das Ergebnis schmeckt sowohl beim Frühstück auf dem Brot, als auch im Müsli oder (in meiner Lieblingskombination) mit Käse.

Wie auch viele andere Wildfrüchte, passt die Konfitüre super zu Wild. Man kann gut Soßen mit ihr abschmecken.

Tipps

Falls man ein paar viele Früchte hat… aus Hagebutten kann man auch ein leckeres Chutney kochen.

Die Kerne aus den Hagebutten geben Teemischungen eine leichte Vanille-ähnliche Note. Deshalb lohnt es sich beim entkernen der Hagebutten, die Kerne mit abzuspülen und von den Härchen zu befreien. Anschließend trocknet man sie. Beim Aufgießen von Tees kann man dann zwei bis drei Kerne leicht zerstoßen und zum Tee dazu geben.

Die Äpfel kann man sich je nach Wohnlage auch selber sammeln. Manche Städte haben Flächen mit Obstbäumen für die Allgemeinheit. Auch Fallobst kann verwendet werden. Dabei muss in der Regel nur ein bisschen mehr weggeschnitten werden.

Die Schalen und Kerngehäuse der Äpfel können weiterverwendet werden. Aus ca. 1 Kg lässt sich Beispielsweise ein eigener Apfel-Pektinsaft kochen. Ein gutes Mittel zum Andicken von Konfitüren und mehr.

Auch die Zitronenschalen können weiterverwendet werden. Zum Beispiel können daraus leckere Salzzitronen oder kandierte Zitronenschalen hergestellt werden. Auch hierbei lohnt es sich die Schalen erstmal zu sammeln, bis man eine ausreichende Menge zusammen hat.

Kleines Fazit zur Hagebutten-Apfel-Konfitüre

Seit drei Jahren koche ich diese Marmelade schon selber und es wird jedes Jahr ein bisschen mehr was ich sammel und verarbeite. Mein Ziel ist es genug für ein Jahr zu haben, aber so lange hält sie einfach nicht… Wir finden sie so lecker das ich sogar die Mühen mit den Härchen entfernen gerne in Kauf nehme. Vergleichbares im Supermarkt finde ich nicht. Dann eher auf kleinen Märkten. Besonders im Schwabenländle hatte ich Glück, da beispielsweise Hagebuttenmark dort auch traditionell hergestellt wird.


Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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