Sammeln

Veröffentlicht am 17. August 2018 | von Talie

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Acker-Schachtelhalm – Ein Verbündeter für den Garten

Der Acker-Schachtelhalm wird gerne als Unkraut im Garten gesehen. Ähnlich wie beim Giersch verbreitet er sich gerne in den heimischen Garten und ist sehr schwer wieder zu entfernen. Gefühlt ist es egal wie tief man ihn ausbuddelt, er kommt immer wieder. Aus den gejäteten Halmen lässt sich aber noch einiges anstellen. Aus ihm kann man sehr gute Pflanzenstärkungsmittel zubereiten. Mit seinen Inhaltsstoffen stärkt er die Pflanzen und wirkt Pilzkrankheiten entgegen. Dazu wird wahlweise entweder ein Tee, eine Brühe oder eine Jauche daraus angesetzt. Da er auch häufig in der freien Natur zu finden ist kann man ihn auch sammeln und dann seinen eigenen Pflanzen kredenzen.

Acker-Schachtelhalm finden und sammeln

Sollte der Garten nicht den Acker-Schachtelhalm beheimaten, könnte es dran liegen das der Boden eher kalkhaltig und trockener ist. Diese Pflanze ist nämlich ein Anzeiger für saure und feuchte Böden und auf solchen häufig in großer Zahl zu finden. Generell verrät der Name auch seinen beliebtesten Standort, das Feld.  Auch an feuchteren Stellen, wie Ufern kann man ihn gut finden. Er kommt allgemein häufig vor.

Verschachtelung vom Acker-Schachtelhalm

Der Acker-Schachtelhalm sieht fast aus wie ein kleiner Nadelbaum. Er hat in der Regel eine Größe von 5 bis 50 cm. An seiner Sprosse bilden sich ringförmig bzw. quirlförmig aufrecht wachsende und eher eng an der Sprosse liegende Äste. Der Stängel und die Äste wachsen in mehreren Abschnitten, die ineinander verschachtelt sind.

Die Vermehrung erfolgt schon im zeitigen Frühjahr. Er verbreitet sich über Sporen. Noch bevor die unfruchtbaren Sprossen wachsen bildet sich ein hellbrauner unverzweigter Spross. Dieser Spross wird nur 20 cm groß und bildet bauchige Stellen mit anliegenden sogenannten Zähnen und einer Ähre (Sporangienähre) am oberen Ende. Ab Mai wachsen seine unfruchtbaren Sprossen, die dann gesammelt werden können.

Verwendung von Acker-Schachtelhalm

Alles ist möglich: Mit dem Acker-Schachtelhalm lassen sich sehr gute Tees, Brühen, Kaltauszüge oder Jauchen herstellen. Die hergestellte Lösung wird zur vorbeugenden Pflanzenstärkung eingesetzt. Er enthält viel Kieselsäure, welche Silizium beinhaltet das von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Das führt zu einer Stärkung der Zellen. Gestärkte Pflanzen sind weniger anfällig für Pilzerkrankungen, denn bei Silizium reichen Pflanzen wird den Pilzen das Eindringen in die Pflanze erschwert. Sogar Mehltau kann in Schach gehalten werden. Und auch Blattläuse kommen schlechter durch. Bei Tomaten ist der Einsatz auch sehr beliebt. Er hilft den Tomaten gegen eine weitere Pilzerkrankung, der Braunfäule.

Was man tun kann, damit der Garten nicht vom Acker-Schachtelhalm überwuchert wird

Falls der Acker-Schachtelhalm übermäßig im Garten wuchert, ist man dem nicht Hilflos ausgesetzt. Um wieder Herr im eigenen Garten zu werden sollten die betroffenen Stellen gründlich gelockert werden, damit sich keine Staunässe bilden kann. Außerdem müssen die Flächen gut gekalkt werden um den pH-Wert anzuheben. In diesem Milieu kommt der Acker-Schachtelhalm in der Regel nicht gut zurecht und zieht sich über die Zeit zurück.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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