Sammeln Bärlauchblüten

Veröffentlicht am 6. Februar 2018 | von Talie

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Ab in den Wald und Bärlauch sammeln

Die kurze Saison von Bärlauch wird inzwischen von vielen schon erwartet und das fein nach Knoblauch schmeckende Kraut wird gerne gesammelt. Dafür bleibt allerdings nicht so viel Zeit, denn die Saison ist recht kurz.

Bärlauch mit Blatt und Wurzel

Es wachsen immer zwei Blätter pro Pflanze.

Bärlauch finden und bestimmen

Der Bärlauch ist eine Schattenpflanze die häufig in Laub-, Misch- und Auenwäldern wächst. Sie benötigt ein feuchtes, schattiges Gebiet mit humusreichen Böden. Diese Voraussetzungen finden sich häufig in Senken und an leichten Hängen im Wald, wo er gerne in Gruppen wächst und große Flächen abdecken kann. Seine Blätter sind lanzettlich geformt und sitzen auf einen relativ langen Stiel. Pro Stiel wachsen immer zwei Laubblätter. Der Blütenstängel ist recht kantig. An ihm wächst die Scheindolde mit vielen kleinen, weißen Blüten, die meistens aus 6 Blütenblättern bestehen.

Bärlauch sammeln

Der Bärlauch hat ein relativ kurzes Zeitfenster in dem er gesammelt werden kann. Etwa ab März sind seine Blätter reif für die Ernte. Er ist ein Frühblüher, das heißt ab April treiben auch schon die Blüten aus. Bis Juni blüht er dann in den Wäldern und im Anschluss zieht er seine oberirdischen Organe schon mal langsam wieder ein.

Die Blätter sind bis zur Blüte sammelbar. Um die Bestände der Pflanze zu sichern sollte von jeder Pflanze im besten Fall nur ein Blatt, von den zweien pro Stiel, geerntet werden. Durch die großen Bestände in denen er zu finden ist, ist das auch ganz gut umsetzbar und man kann trotzdem gut ernten. Die noch geschlossenen Blütenknospen sind ebenfalls sammelbar und eine kleine Delikatesse. Auch geöffnet lassen sich die kleinen Blüten sammeln. Ab Juli können auch die Zwiebeln vom Bärlauch geerntet werden. Sie sind bis in den Herbst hinein sammelbar.

 

Achtung: Verwechselung von Bärlauch

Das Maiglöckchen ist eine Pflanze, die dem Bärlauch ähnlich sieht und hochgiftig ist!

blühendes Maiglöckchen

Beim Maiglöckchen haben die Laubblätter keinen Stiel

Es hat auch zwei Laubblätter und wächst in großen Beständen. Die Blätter vom giftigen Maiglöckchen riechen im Gegensatz zum Bärlauch nicht nach Knoblauch. Zerreibt man die Blätter, dann ist beim Bärlauch der Geruch nach Knoblauch sehr stark. Man sollte aber daran denken, dass die Finger nach ein paar zerriebenen Blättern nach Knoblauch riechen. Außerdem haben sie im keinen Stiel. Der Bärlauch hat einen langen Stiel an jedem Blatt.

Auch mit Herbstzeitlosen kann der Bärlauch verwechselt werden. Bei ihr kann man die Pflanze schon optisch bei näherer Betrachtung unterscheiden. die Blätter der Herbstzeitlosen kommen mit drei Blättern, die ihre Kapselfrucht umgeben.

Ist man sich bei der Bestimmung unsicher, welche Pflanze man tatsächlich vor sich hat, sollte man im Zweifelsfall die Pflanze immer stehen lassen! Dann lieber die Pflanze weiter durchs Jahr beobachten bis man sicher sein kann welche Art es ist und gegebenenfalls im Folgejahr zum Sammeln wiederkommen.

Bärlauch mit Knospen

Aus den Knospen des Bärlauch kann man leckere Wildkapern herstellen.

Verwendung von Bärlauch

Das konservieren der Blätter ist nicht so einfach. Durch trocknen verlieren sie ihr Aroma. Am besten werden die Blätter vom Bärlauch frisch nach der Ernte für Suppen, Salate und Pesto verwendet. Durch das Erwärmen verliert er zwar seine schärfe, aber nicht sein leckeres Aroma. Gut zerkleinert kann man die Blätter als Eiswürfel wegfrieren.

Die Knospen lassen sich leicht gedünstet als leckere Suppen- oder Salatbeigabe verwenden. Eingelegt in Essig ergeben sie sehr schmackhafte Wildkapern.

Die Blüten sind als essbare Dekoration für Salate verwendbar.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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