Sammeln

Veröffentlicht am 11. Januar 2018 | von Talie

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Gänseblümchen neu entdecken

Gänseblümchen sind wohl mit die ersten Blumen die Kinder kennen lernen. Häufig wachsen sie in privaten Gärten, wenn nicht gerade der perfekte englische Rasen angestrebt wird, und sorgen dort für den ersten Kontakt. Mit ihnen wird beim Blumenkränze flechten oder beim Zupfen der einzelnen Blütenblätter die Feinmotorik trainiert. Aber auch kulinarisch hat sie einiges zu bieten und könnte den Weg vom Garten in die Küche gut vertragen.

Gänseblümchen finden und bestimmen

Das ist nicht so schwer. Gänseblümchen bilden eine bodennahe Blattrosette aus weichen, länglichen bis spatelförmigen Blättern. Ihre Blüte besteht aus länglichen, weißen – bis ins rötliche laufende – Randblüten und gelben mittigen Röhrenblüten. Das Blütenköpfchen wächst an einem blattlosen Stängel 5-15 cm in die Höhe. Gerade auf wenig gedüngten Wiesen und Weiden findet man sie häufig.

Gänseblümchen sammeln

Anfang Februar kann man ausziehen, um Gänseblümchen als wilden Feldsalat zu ernten. Die Blätter von ihnen kann man zwar grundsätzlich das ganze Jahr über ernten und verwenden, aber im Frühling schmecken sie am besten. Auch die Blüten kann man sammeln. Sie sind essbar und nebenbei noch eine sehr schöne Dekoration.

Im Frühjahr bietet sich außerdem die Option die ersten Blütenknospen aus den Blattrosetten als Wildkapern zu sammeln. Später im Jahr bilden die Gänseblümchen kleinere Knospen und auch nicht mehr so viele, wie zu Anfang des Jahres. Das macht sie schwerer zu sammeln, aber dafür sind sie sehr zart.

Bei der Ernte wird die Blattrosette vorsichtig vom Boden abgeschnitten und dabei darauf geachtet, dass die äußeren Blätter stehen bleiben. Dann erholt sich die Pflanze schnell wieder und kann weiter ihre Knospen treiben.

Weiterverarbeitung von Gänseblümchen

Der milde und leicht nussige Geschmack von der Gänseblume erlaubt einen vielseitigen Einsatz. Die Blatter können als Salat roh gegessen werden. Fein geschnitten sind sie eine feine Würze für Quark und Frischkäse. Gerade mit weiteren Wildkräutern sind sie auch gekocht ein hervorragendes Gemüse. Ebenfalls sehr lecker sind Aufstriche und Pesto aus den Blättern. Außerdem binden die Blätter Soßen und Suppen und machen sie sehr sämig.

Die gesammelten  Blütenknospen werden in Essig eingelegt und als Wildkapern genossen. Sie können auch mit weiteren Blütenknopsen, wie beispielsweise vom Löwenzahn, kombiniert werden.

Die Blüten eigenen sich als essbare Dekoration in Salaten und vielem mehr.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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