Sammeln Laub auf Waldboden

Veröffentlicht am 20. Februar 2018 | von Talie

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Das Kraut Giersch

Ein häufig erfolglos gejagtes Unkraut im Garten ist der Giersch. Egal ob man ihn schneidet, jätet oder versucht rauszuziehen. Immer wieder treibt er aus. Vielleicht sollte man dann seine Taktik ändern. Anstatt ihn nur zu jagen kann man ihn auch abernten und für sich nutzen. Mit seinem milden Geschmack nach Möhre und Sellerie lässt er sich nämlich sehr vielseitig verwenden. Traditionell war er beispielsweise eines der 9 Kräuter aus der Gründonnerstagssuppe und des Gründonnerstagsgemüses.

Giersch finden und bestimmen

An feuchten und schattigen Stellen ist er vornehmlich zu finden. Besonders gerne scheint er unter anderen Sträuchern zu wachsen. Man findet ihn häufig an Waldrändern, Ufern, unter Hecken und gerne auch im Garten.

Der Giersch wird in der Regel zwischen 30 und 100 cm groß. seine Blätter sind in drei Teile gefiedert, wobei jedes einzelne Oval und mit gezahntem Rand ist. Der Blattstängel ist 3-kantig. Er bildet Dolden aus, mit weißen oder rosafarbenen Blüten.

Was kann man sammeln vom Giersch?

Im März startet seine Saison. Gesammelt werden besonders gerne die jungen, noch nicht ganz entfalteten Blätter.

Ab Mai fängt er an zu blühen und seine Blüten sind ebenfalls sammelbar. Besonders kurz vor dem Öffnen der Blüten ist ein guter Zeitpunkt zum Sammeln.

Im frühen Herbst, ungefähr ab August, bildet er Samen. Die Samen könnten ebenfalls gesammelt und verwendet werden.

Wenn man ihn im Garten gerade zurückdrängt und dabei jätet, sollte man die Wurzeln vom Giersch auf jeden Fall sammeln. Schaden richtet das jäten dabei kaum an. Für den Giersch wirkt das eher wie eine Verjüngungskur.

Verwendung von Giersch

Als mild schmeckendes Kraut werden die jungen Blätter gerne für Wildspinatgerichte genommen. Sie werden auch mit anderen „wilder“ schmeckenden Blättern, wie die vom Löwenzahn oder der Brennnessel gemischt. Aber auch als Pesto, Brotaufstriche oder ausgebacken im Pfannkuchen schmecken die jungen Blätter ausgezeichnet.

Etwas ältere Blätter eignen sich gut zum Würzen von Suppen und Eintöpfen. Auch als Zutat für selbstgemachte Gemüsebrühe eignet sich der Giersch sehr.

Die übrig gebliebenen Stängel von den Blättern sind angebraten sehr zu empfehlen.

Auch die Wurzeln ergeben leicht angebraten ein schmackhaftes Wurzelgemüse.

Die Blüten werden als essbare Dekoration verwendet. Kurz bevor sich die Blütenknospen öffnen sind sie sehr zart und lecker. Man kann sie auch gut in Apfelsaft ausziehen. Mit Mineralwasser gemischt erhält man so eine leckere Kräuterlimonade.

Die Samen vom Giersch eignen sich zum Würzen und können ähnlich wie Kümmel genutzt werden, zum Beispiel als Würze in Brotteigen.

Giersch kann man für den eigenen Vorrat auch gut konservieren. Die Blätter werden dazu in Öl eingelegt.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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