Sammeln

Veröffentlicht am 30. Januar 2018 | von Talie

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Löwenzahn

Für viele ist Löwenzahn, oder eigentlich die Kuhblume, mehr Unkraut wie alles andere. Aber, wie auch bei vielen anderen sogenannten Unkräutern, bietet der Löwenzahn vielseitige Möglichkeiten ihn zu verwenden. So gesehen ist der Löwenzahn der Star der Unkräuter, da er schnell wächst und fast das ganze Jahr zu beernten ist.

Löwenzahn finden und bestimmen

Löwenzahn zu finden fällt nicht schwer, da es eine weit verbreitete Pflanze ist. Besonders auf nährstoffreichen Wiesen findet man ihn zuhauf. Auch in Gärten wächst er oder an Straßen- und Wegrändern sowie auf Weiden.

Die gelben, mit vielen länglichen Blütenblättern bestückte Blüten sitzen auf einen glatten und unverzweigten Blütenstängel. Der Blütenstängel ist außerdem hohl und mit milchartig aussehender  Flüssigkeit gefüllt. Seine Blätter wachsen als bodennahe Blattrosette, mit einzelnen mehr oder weniger eingeschnittenen Blättern. Außerdem besitzt er eine Pfahlwurzel die bis zu 30 cm tief wachsen kann.

Verwechselung von Löwenzahn

Als blühende Pflanze ist er unverwechselbar. Vor der Blüte könnte man ihn allerdings mit dem Wiesen-Pippau oder der Wegwarte verwechseln. Diese beiden Pflanzen sind aber ebenfalls essbar, sodass man sich keine sorgen machen muss. Auch nach der Blüte bleibt er unverkennbar, wenn seine einzelnen Samen an kleinen Fallschirmen als Pusteblume auftauchen.

Das ganze Jahr Löwenzahn ernten

Die Blätter vom Löwenzahn können ab ca. März und dann über das ganze Jahr geerntet werden. Gerade im Frühling haben sie allerdings noch einen recht bitteren Geschmack, welcher im Laufe des Jahres abbaut.

Ebenfalls ab dem Frühling sammelbar sind die Blütenknospen. Hierbei ist zu beachten, dass je weiter die Knospe entwickelt ist und der Blütenstängel der Knospe gewachsen ist, desto bitterer wird die Blütenknospe. Je nach Geschmack sollte man entsprechend früh oder spät ernten.

Ungefähr ab April blüht der Löwenzahn und man kann seine gelben Blüten ernten.

Die Wurzel wird vom September bis zum nächsten Frühling geerntet. Die Pfahlwurzel wird, im Gegensatz zur Knospe, mit der Zeit immer milder im Geschmack und verliert die Bitterkeit.

Verwendung von Löwenzahn

Auch wenn es bitter schmeckt, der Löwenzahn ist ein wirklich tolles und vielseitig einsetzbares Gewächs. Die Pflanze liefert das ganze Jahr immer wieder neue Blätter zum ernten. Gegen die Bitterstoffe hilft es die Pflanzenteile für ein paar Stunden in Wasser einzulegen.

Aus den Blättern lässt sich beispielsweise ein schmackhafter Salat zubereiten, aber auch Wildgemüse, wie Spinat, kochen. Dabei kann man die Blätter sehr gut mit anderen Pflanzen kombinieren. Kleingeschnitten schmecken die Blätter auch bei Kartoffeln oder Eierspeisen. Die Kombination der Blätter mit Milchprodukten, wie Frischkäse oder Crème fraîche ist ebenfalls sehr lecker und durch die Milchprodukte wird der bittere Geschmack abgeschwächt.

Die Knospen können leicht geröstet als Suppeneinlage verwendet werden. Man kann sie auch als Wildkapern in Essig einlegen oder ein leckeres Chutney aus ihnen kochen.

Aus den Blüten lassen sich, neben einem sehr gelb aussehenden Tee, auch ein aromatisches Sirup sowie ein leckeres Löwenzahngelee kochen.

Die Wurzel kann ebenfalls klein geschnitten und roh für Salate verwendet werden, oder alternativ auch gekocht wie Wurzelgemüse gegessen werden.

Auch nicht zu verkennen ist die Verwendung von Löwenzahn zur Herstellung einer Kräuterjauche, die zum Düngen von anderen Pflanzen verwendet werden kann.

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Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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