Sammeln

Veröffentlicht am 15. Juni 2018 | von Talie

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Maronenpilz

Einer der besten Speisepilze zum Sammeln ist der Maronen-Röhrling, oder auch Maronenpilz genannt. Er ist ein begehrtes Ziel während der herbstlichen Pilz-Sammelsaison. Sein großartiges Waldaroma besticht einfach. Und netterweise lässt er sich auch recht gut bestimmen. Der perfekte Pilz für Einsteiger.

Vorkommen von Maronen-Röhrlingen

Maronenpilze sind auf ihren Baumpartner, die Fichte, angewiesen. Den Maronenpilz findet man deshalb nur in Nadel und Mischwäldern. Besonders unter Fichten sollte man auch nach ihnen suchen.

Der Maronenpilz ist, wenn die richtigen Bedingungen herrschen, von Juni bis November sammelbar. Das größte Vorkommen der Pilze ist von August bis Oktober.

Maronenpilze bestimmen

Der Maronenpilz ist ein typischer Vertreter der Röhrlinge. Durch kleine Merkmale lässt er sich sehr gut bestimmen und hat eine niedrige Verwechselungsgefahr. Der ungenetzte Stiel und das bläuende Fleisch sind die wichtigsten dieser Merkmale des Pilzes.

Maronen-Röhrling mit Stiel

Älterer Maronenpilz mit gelben Stiel und ockerfarbenen Längsfasern

Hut

Zwischen 3 bis 15 cm groß kann der Hut eines Maronen-Röhrlings werden. Der junge Hut hat dabei eine dunkelbraune bis fast schwarzbraune Färbung und eine halbkugelige Form. Während er wächst wird er etwas heller. Seine Farben sind dann Kastanienbraun bis dunkelbraun. Auch die Form verändert sich von halbkugelig, über gewölbt, bis er später abgeflacht und ausgebreitet ist. Der Pilzhut vom Maronenpilz sieht, wenn er trocken ist, samtig bis filzig aus. Im nassen Zustand glänz er schmierig.

Röhren

Auf der Hutunterseite findet man seine Röhren. Die sehen anfangs blassgelb aus und reifen mit der Zeit bis sie einen grün-gelblichen Ton haben. Druckstellen an den Röhren verfärben sich dunkelblau. Ebenso färben sich Schnittstellen, zum Beispiel von einer Wurmstichkontrolle, blau.

Stiel

Der Stiel ist von hellgelber Farbe und von ockerfarbenen, feinen Längsfasern überzogen. Die Form des Stiels ist zylindrisch. Am Boden spitzt sie sich aber wieder zu.

Fleisch

Blau färbenden Fleisch eines Maronen-Röhrlings

Das Fleisch von Maronenpilzen verfärbt sich Blau bei Druck oder Einschnitt

Scheidet man den Pilz auf sieht man sein weißes bis stellenweise gelbliches Fleisch. Kurz nach dem schneiden fängt das Fleisch an sich blau zu färben. Junge Maronenpilze haben im Allgemeinen ein festeres Fleisch als ältere Pilze. Der Geruch vom Fleisch ist leicht Obstartig.

Verwendung von Maronenpilzen

Neben der Waldpilzpfanne, die häufig am Abend des Sammelns gekocht wird, findet der Maronenpilz noch weiteren Einsatz in der Küche. Ob als Suppe, Soße oder als Beigabe im Gemüse. Aber auch das Konservieren von Maronenpilzen ist möglich.

Der Maronenpilz lässt sich sehr gut Trocknen. Sein Aroma wird durch die Trocknung sogar intensiver. Zum Trocknen fädelt man einzelne Pilze auf einen Faden und hängt sie dann an einen dunklen, kühlen und luftigen Ort. Aus getrockneten Pilzen wiederum lässt sich eine leckere Pasta kochen. Kleinere Pilze eigenen sich auch sehr gut zum Einlegen in Öl. Durch diese Konservierungsmethoden kann man die recht kurze Saison der Pilze zumindest ein wenig verlängern.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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