Sammeln Sanddorn

Veröffentlicht am 21. Oktober 2017 | von Talie

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Sanddorn – Vitamin C Bombe zum selber Sammeln

Die Beeren des Sanddorns leuchten im Spätherbst schon von weitem vor dem eher tristen Hintergrund. Nicht nur zur Freude der Wildvögel, die in ihnen eine wertvolle Nahrungsquelle finden. Auch der Mensch weiß die säuerlichen Früchte zu schätzen, enthalten sie doch viel Vitamin C und schützen vor so manchem Infekt.

Merkmale und typische Standorte für Sanddorn

Der bis zu sechs Meter hohe Strauch zeigt im Sommer ein silbergraues Laub, wobei die filigranen Blätter bei Solitärstellung oder in Hecken ein wahrer Blickpunkt sind. Im Herbst verliert er sie. Das Wurzelsystem ist ausgeprägt. Es reicht bis zu drei Meter in die Tiefe und verzweigt sich. Über Ausläufer erfolgt eine rasante Vermehrung der Pflanze. Die unscheinbaren gelblichen Blüten erscheinen im März. Sie besitzen keine Kronenblätter. Aus ihnen entwickeln sich ab August orangegelbe Beeren, sofern männliche und weibliche Pflanzen unweit voneinander entfernt stehen. Der Sanddorn kann sich nämlich nicht selbst befruchten.

In Küstengebieten wird der Sanddorn häufig zum Schutz der Dünen kultiviert. Allerdings dürfen diese aus Gründen des Naturschutzes nicht betreten werden. Wer die Früchte ernten möchte, hält nach freistehenden Hecken Ausschau. Sofern der Platz im Garten ausreicht, kann die Pflanze selbst angebaut werden. Wichtig ist eine sonnige Lage, damit die Beeren gut ausreifen und einen hohen Gehalt an Inhaltsstoffen besitzen. Der Boden sollte kalkhaltig und durchlässig sein. Staunässe verträgt das Gewächs nicht.

Ernte der Beeren des Sanddorns

Die Sanddornbeeren sollten erst im Spätherbst geerntet werden, damit sie auch noch von den letzten Sonnenstrahlen des Jahres profitieren und ausreifen. Wer Wert auf eine hohe Ausbeute legt, muss sie allerdings durch das Überwerfen von Netzen vor dem Vogelfraß retten. Das Abpflücken der kleinen Früchte ist mühsam, zumal die Triebe dicke und wehrsame Dornen besitzen. Zum Schutz empfiehlt es sich, Lederhandschuhe zu tragen. Damit die Beeren bei der Ernte nicht zerdrücken, können die kurzen Triebe abgeschnitten und schockgefrostet werden. Anschließend lassen sich die Beeren leicht abschütteln. Dieses Verfahren wird auch in der Landwirtschaft genutzt. Es spart Zeit und schont die Hände.

Haltbarmachung von Sanddornbeeren

Lagern lassen sich die frischen Beeren nicht. Entweder werden sie zügig verbraucht oder konserviert, Beispielsweise indem sie gepresst und Fruchtsäften beigegeben oder zu Kuchen und weiteren Süßspeisen verarbeitet werden. Beliebt sind unter anderem auch Sanddorn-Marmeladen, Gelees oder Liköre. Da die Sanddornbeeren für sich allein sehr herb schmecken, empfiehlt es sich, sie mit anderen Früchten zu kombinieren. Geschmacklich eignen sich beispielsweise Äpfel, Birnen oder auch Marillen. Beim Verwerten der Beeren ist darauf zu achten, den Kochvorgang nicht unnötig in die Länge zu ziehen, sonst gehen die hochwertigen Wirkstoffe verloren. Neben dem zuvor bereits benannten Vitamin C enthalten sie Beta-Karotin, das Vitamin B12 sowie Gerbstoffe und mehrfach ungesättigte Öle.

Eine andere Möglichkeit zur Aufbewahrung ist das Trocknen der Beeren. So lassen sie sich später für Tees verwenden. Entweder geschieht dies in einem Dörrgerät oder im Backofen. Theoretisch können sie auch an der frischen Luft getrocknet werden, doch dauert dies in unseren Gegenden aufgrund der Wetterverhältnisse zu lange.

Wer auch im Winter nicht auf frische Beeren verzichten möchte, friert sie ein und taut sie passend auf, wenn man Sie verwenden möchte.

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Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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