Sammeln Schlehen am Schlehdorn

Veröffentlicht am 23. September 2017 | von Talie

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Schlehen sammeln nach dem ersten Frost

Schlehen wachsen am Schlehdorn (auch Schwarzdorn), der ein wichtiger, weit verbreiteter Wildstrauch ist. Die Blüten
der Schlehe dienen zahlreichen Schmetterlingen wie dem Tagpfauenauge im Frühjahr als
Nektarquelle. Die Früchte im Herbst sind für viele Vögel eine wichtige Nahrungsquelle. Auch bei uns
sind sie sehr beliebt und werden vielseitig verwendet. Zum Beispiel zum Herstellen von
Schlehenlikör oder Schlehengelee.

Schlehen finden und sammeln

Schlehen findet man an vielen sonnigen Standorten wie Wald- und Wegrändern. Man sieht ihn auch
oft bei steinigen Böden und an felsigen Hängen. Am besten sucht man sich Schlehdornhecken abseits
von viel befahrenen Straßen und gespritzten Feldern.
Die Früchte der Schlehe sammelt man vom späten Herbst an. Da Schlehen vor dem ersten Frost noch
viel Gerbsäure enthalten, kann man bis dahin ruhig abwarten. Sie schmecken dann noch sauer und
leicht mehlig. Nach dem Frost werden die Früchte dann etwas süßer und milder. In der Regel kann
man von Ende Oktober bis in den Dezember gut sammeln. Wer nicht so lange warten mag, kann auch
etwas früher anfangen zu sammeln und die Schlehen dann ins Gefrierfach legen. Reife Früchte
erkennt man daran das die ganze Schlehe bis zum Stielansatz blau gefärbt ist. Ebenso lassen Sie sich
dann leicht abpflücken. Da Schlehen lange, spitze Dornen haben sollte man sich vielleicht Handschuhe
und eine feste Jacke anziehen.

Wie auch bei anderen Wildbeeren ist der Transport mit einer Plastiktüte nicht zu empfehlen, da sich
dann Feuchtigkeit bildet und die Früchte Druckstellen bekommen und leichter verderben. Die einzeln
gepflückten Früchte können gut in einem luftdurchlässigen Korb Transportiert werden.

Weiterverarbeitung von Schlehen in der Küche

Zuhause angekommen sollte man Schlehen schnell weiterverarbeiten, damit sie nicht runzelig
werden oder verderben. Zur weiteren Verwendung werden die Schlehen entstielt und kontrolliert.
Verdorbene oder beschädigte Früchte werden aussortiert und die übrige Beute wird gewaschen.
Sind die Früchte vor dem Frost gesammelt worden müssen sie noch ein paar Tage ins Gefrierfach.
Einen noch besseren Geschmack entwickelt die Schlehe, wenn man vorher ein paarmal die Haut
einsticht. Schlehen kann man gut bis zur Weiterverarbeitung eingefroren lassen und sie dann frisch
auftauen, wenn man sie verwenden will.
Sehr beliebt ist das Schlehengelee, wo allerdings die Schlehen mehrere Tage behandelt werden
müssen. Geschmacklich ein Hit, besonders für die Weihnachtszeit. Ebenfalls beliebt ist Schlehenlikör,
für den man die Schlehen mit Wodka mischt. Nach einer Reifezeit von einigen Wochen werden die
Schlehen rausfiltriert und fertig ist der Schlehenlikör. Hierbei hält sich der Aufwand in Grenzen.

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Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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