Sammeln Die Blüte der Taubnesseln

Veröffentlicht am 12. Januar 2018 | von Talie

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Die bunte Vielfalt der Taubnesseln

Weit verbreitet und mit vielen verschiedenen Blütenfarben findet man in Deutschland Taubnesseln. Optisch ist sie leicht mit der Brennnessel zu verwechseln und dazu wachsen sie auch häufig nah beieinander. Im Gegensatz zu ihrem großen Doppelgänger ist sie aber, wie der Name schon sagt, taub und verursacht kein Brennen beim anfassen. Das macht sie auch bei Kindern beliebt, die gerne direkt ihre Blüten zupfen, um dann den leckeren Nektar aus ihnen zu sauen.

Taubnesseln finden und bestimmen

Taubnesseln sind weit verbreitet. Man findet sie häufig dort, wo auch Brennnesseln zu finden sind. Zum Beispiel Weg- und Waldrändern, an Feldern und auf Wiesen. Sie bevorzugen nährstoffreiche Böden.

Taubnesseln werden 15 – 50 cm Groß. Sie besitzen einen 4-kantigen Stängel, der fein behaart ist. Die Blätter sehen aus wie die der Brennnessel, nur ohne Brennhaare. Generell sieht die Taubnessel der Brennnessel zwar ähnlich, hat aber Botanisch eigentlich nicht viel mit ihr gemein. An ihren Blüten ist sie auch klar zu unterscheiden. Sie besitzt weiße, gelbe, purpurne oder auch rosa gefleckte Lippenblüten, die an den Blattachseln sitzen.

Taubnesseln sammeln

Diese brennnesselartig aussehende Pflanze, ohne Brennhaare, hat einiges zu bieten. Bereits nach der Schneeschmelze fängt an sonnigen Tagen die purpurrote Taubnessel an auszutreiben. Auch die weiße und gelbe Taubnessel sind früh im Jahr, ungefähr ab Februar, sammelbar. Nach dem Start im Frühjahr kann man sie fast das ganze Jahr über ernten.

Man kann alle Teile, von der Wurzel über die Blüten, bis hin zu den Triebspitzen ernten. Auch die Stängel sind grundsätzlich verwendbar.

Taubnessel verwenden

Die Taubnessel ist ein sehr mildes Kraut mit leichtem Pilzgeschmack. Dünstet man es in der Pfanne erinnert sowohl der Geruch als auch der Geschmack leicht an Champignons.

Sprossenspitzen und Blätter machen sich sehr gut in einem gemischten Salat. Sie können aber auch gut bei Gemüse, Suppen und Eintopfen mit dazu genommen werden. Sehr lecker ist es auch in kombination mit anderen Wildpflanzen als Wildspinat. Außerdem lässt sich ein sehr leckeres Pesto aus Ihnen herstellen und auch für grüne Smoothies sind sie verwendbar.

Mit den Blüten aromatisiert man Kräuter- und Blütenbutter. Natürlich sind sie auch eine schöne essbare Dekoration bei Salaten.

Die Stängel der Pflanze können gut zerkleinert verzehrt werden und aus den Wurzeln lässt sich ein leckeres Kochgemüse zaubern.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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