Sammeln Vogelbeeren an der Eberesche

Veröffentlicht am 5. Oktober 2017 | von Talie

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Vogelbeeren – kleine Beere mit großer Wirkung

Die Eberesche, Vielen nur als Vogelbeerenbaum bekannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Es gibt etwa 100 verschiedene Arten des Baumes und vor dem Sammeln ihrer orange- roten Früchte schrecken die meisten Menschen zurück, da sie im Volksmund als giftig gelten. Tatsächlich führt lediglich der Verzehr von großen Mengen der Vogelbeere, in roher Form, zu Magenverstimmungen. Sie verfügen jedoch über erstaunlich viele heilende Eigenschaften. So enthalten sie unter anderem sehr viel Vitamin C und etwa fünf bis acht Beeren können täglich bedenkenlos verzehrt werden. Gekocht und getrocknet sind sie gänzlich ungiftig und vielfach verwendbar.

Das Finden und Bestimmen von Ebereschen

Ebereschen kommen als Baum oder Busch vor. Als Baum hat sie eine runde, ovale Erscheinungsform und kann sie bis zu 16 Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt werden. Ihr Stamm erscheint glatt und glänzend, nur ältere Bäume zeigen eine matte graue Rinde. Sie ist sehr widerstandsfähig gegen Frost und Sturm und ihren Wachstumsbedigungen recht anspruchslos. Daher ist sie auch sehr weit verbreitet. Ursprünglich stammt sie aus Nord- und Mitteleuropa und Westasien. Man findet sie in Laub- und Nadelwäldern, vor allem im Mittelgebirge, sowie in Hecken oder am Wegesrand. Die Blätter der Eberesche sind gefiedert, eiförmig, klein und gezahnt. Die Beeren hängen dicht nebeneinander, sehen kugelförmig aus und leuchten orange bis rot. Die Blüten sind zwittrig und zeigen sich ausgebreitet in vielen Schirmrispen.

Das Sammeln von Vogelbeeren

Die Blütezeit der Eberesche ist von Mai bis Juni. Von Ende August bis Oktober sind dann die Früchte der Ebereschen reif und lassen sich leicht von Hand pflücken. Am besten pflückt man die Vogelbeeren in Bündeln von Hand oder entfernt sie sorgsam mit Hilfe einer Schere. Zur Unterscheidung zwischen den bitteren und den süßen Früchten gibt es zwei Möglichkeiten. Man kann sie entweder probieren oder aber an ihren Blättern erkennen. Bei der süßen Eberesche ist die Zahnung der Blattränder feiner und sie reicht nur bis zur Mitte. Diese Vogelbeeren sollten idealerweise vor ihrer Vollreife geerntet werden, da sie dann den höchsten Vitamin C-Gehalt aufweisen.

Die Weiterverarbeitung nach dem Ernten

Durch ihre vielen wertvollen Inhaltsstoffe und heilenden Eigenschaften, eignen sich die Vogelbeeren hervorragend für die Weiterverarbeitung in der Küche. Leckeres Muß, Marmelade, Gelee, Sirup, Schnaps, Likör oder Tee lassen sich mit wenig Aufwand herstellen. Nach dem Sammeln sollte man sie natürlich gründlich in Wasser waschen und abtropfen lassen. Dann können sie in Gefriertüten zur Weiterverarbeitung eingefroren werden. Neben dem Einfrieren, ist die einfachste Möglichkeit der Konservierung, das Trocknen der Früchte. Am besten hängt man sie dazu im Bündel, an einem schattigen, luftigen Platz, auf. Verzehrt werden können die Beeren dann zum Schutz vor Erkältungskrankheiten. Auch gegen Rheuma und Gicht können sie eingenommen werden. Sie helfen außerdem den Stuhlgang wieder fester werden zu lassen und stoppen auch leichten Durchfall. Neben diesen Vorzügen, schmecken aus Vogelbeeren hergestellte Leckereien natürlich auch sehr lecker.

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Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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