Sammeln

Veröffentlicht am 12. Januar 2018 | von Talie

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Mit Vogelmiere in die Sammelsaison starten

Die Vogelmiere ist eine der heimischen Pflanzen, die nahezu das ganze Jahr über zu sammeln sind. Und das nicht nur in Deutschland, denn sie ist ein Kosmopolit. Das bedeutet, dass die vielen Unterarten der Vogelmiere über weite Teile der Erde, in ihr zusagenden Lebensräumen, zu finden sind.

Merkmale von Vogelmiere

Die Vogelmiere ist eine kräftige, 5 – 40 cm große Kriechpflanze, die sich teppichartig auf den Böden ausbreitet. Sie besitzt saftige, rundliche bis eiförmige, zugespitzte Blätter die stark verzweigt wachsen. Typisch für die Vogelmiere ist der Stängel der einen klar abgesetzten, einreihigen Haarstreifen besitzt. Fast das ganze Jahr über blühen ihr kleinen weißen und sternförmigen Blüten. Ihre Früchte sind Kapseln mit kleinen schwarzen Samen als Inhalt.

Die Vogelmiere bevorzugt feuchte und stickstoffreiche Böden und ist auf Äckern, Weiden, Straßen und Wegrändern sowie im eigenen Garten zu finden. Sehr trockene Standorte und Trockenperioden bekommen ihr nicht so gut, und sorgen dafür, dass sie eingeht.

Vogelmiere sammeln

Zwar ist die Vogelmiere das ganze Jahr  über sammelbar, aber wie bei vielen Pflanzen schmeckt sie im Frühjahr am besten.

Triebspitzen, Stängel, Blüten und Früchte sind sammelbar. Die Tiebspitzen kann man beim Sammeln direkt in eine Dose packen und die Stängel, samt Blüten und Früchten, dann büschelweise ernten.

Die Pflanze lässt sich auch gut im eigenen Garten kultivieren. Dazu werden sie schwarzen Samen aus den Früchten im Frühjahr ausgesät. Sie ist dann auch selbstaussäend.

Verwendung nach der Ernte

Nach der Ernte sollte die Vogelmiere einmal abgewaschen werden und kann dann in den Kühlschrank, wo sie sich einige Tage auch hält. Es ist sogar so, dass sie im Kühlschrank noch weiter wächst, da sie in der Lage ist das Wasser aus der Luft zu ziehen. Dabei verliert sie dann aber schnell an Kraft, da keine weiteren Nährstoffe aufgenommen werden. Zu erkennen ist das an der gelblichen Verfärbung der Blätter.

Die Triebspitzen passen sehr gut in Salate oder als Zutat für Brotaufstriche und grüne Smoothies. Ihr Geschmack ist süß und mild. Er erinnert roh an junge Maiskölbchen.

Die Stängel können samt Blüten und Früchten grob zerkleinert werden und dann als Zutat für Aufläufe und Eintöpfe benutzt werden. Auch als spinatartiges Gemüse können die Stängel bereitet werden. Gekocht schmecken sie auch wie milder Spinat.

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Autoreninfo

Ich bin gelernte Betriebstechnikerin mit grünem Herzchen. Ich liebe es in der Natur unterwegs zu sein und alles Mögliche zu sammeln. Es tut mir gut und zeigt mir den Wert von Ressourcen, die wir als selbstverständlich hinnehmen. Das überträgt sich auch auf meinen Haushalt. Ich möchte gerne nachhaltiger leben und denke, dass es vielen so geht wie mir…. Deshalb gibt es auch „Grüner Geht Immer“, wo ich alle meine Erkenntnisse teilen möchte. 😊



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